Verhaltenskodex für die Lehre

12.06.2013

Der überarbeitete Verhaltenskodex (Code of Conduct) der Fakultät wurde am Mittwoch, 12. Juni 2013 offiziell durch die Vertreter der Studierenden, der Professoren sowie der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter unterschrieben. Die erste Fassung des Kodex stammte aus dem Jahr 2009. Anlass der Überarbeitung war primär die parallele Anpassung des Leitbildes der Fakultät. Wesentliche Änderung in beiden Dokumenten ist die stärkere Betonung eines ethisch-moralischen Wertekanons in Forschung und Lehre. Die offizielle Verabschiedung des neuen Leitbildes erfolgte bereits am 19. Dezember 2012 im Fakultätsrat, die des Verhaltenskodex am 17. April 2013.

  Lehrkodex Marcus Gerards Studiendekan Prof. Dr. Thomes bei der Unterzeichnung des überarbeiteten Verhaldenskodex im Fakultätsrat am 12. Juni 2013. Die ursprüngliche Version wurde 2009 erstellt.

Die RWTH School of Business and Economics strebt eine exzellente Lehre und die bestmögliche akademische Qualifikation ihrer Absolventinnen und Absolventen an. Aus diesem Grund ist die Fakultät ihren Studentinnen und Studenten in einem besonderen Maße verpflichtet. Neben dem persönlichen Engagement der Studierenden tragen Qualitätsstandards in der Lehre entscheidend zum Erreichen der oben genannten Ziele bei. Die an der Lehre beteiligten Angehörigen der RWTH School of Business and Economics bekennen sich daher zu den in diesem Verhaltenskodex definierten und erläuterten Standards. Sie sollen ein verantwortliches und moralisches Verhalten aller an der Lehre beteiligten Personen sicherstellen. Dem Zukunftskonzept „Exzellente Lehre“ der RWTH Aachen folgend, gliedert sich dieser Kodex in vier Bereiche: Lehrende, Studierende, Lehr- und Lernkonzepte sowie Struktur und Organisation.

Lehrende

Alle Lehrenden der RWTH School of Business and Economics streben eine höchstmögliche Lehrqualität an. Dazu konzipieren sie anspruchsvolle Lehrveranstaltungen, sichern die didaktische Weiterbildung des Lehrpersonals, fördern den aktiven Austausch mit den Studierenden und hinterfragen kritisch die eigenen und die Lehrleistungen ihrer Mitarbeiter. Die in der Lehre engagierten Personen sehen es als ihre Aufgabe an, den Studierenden Anregungen zum Weiterdenken und forschenden Lernen zu geben und sie zu sozialen und verantwortungsbewussten Entscheidungsträgern heranzubilden.

Um diese Ziele zu erreichen, verpflichten sich die Professorinnen und Professoren der RWTH School of Business and Economics dazu,

  • für die Anliegen von Studierenden erreichbar zu sein. Sie und ihre Mitarbeiter bieten in der Vorlesungszeit wöchentliche Sprechstundentermine an (ggf. mit vorheriger Anmeldung). Bei Terminkollisionen können die Studierenden um einen Ausweichtermin bitten, der ihnen innerhalb einer Woche angeboten wird. Auch in der vorlesungsfreien Zeit werden von den an der Lehre beteiligten Personen bei Bedarf Sprechstunden angeboten.
  • E-Mails mit Lehrveranstaltungsbezug qualifiziert und zügig, während der Vorlesungszeit in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen, zu beantworten. Auch in den vorlesungsfreien Zeiten gewährleisten die Lehrenden der Fakultät, dass Fragen zu den Lehrveranstaltungen zeitnah beantwortet werden.
  • für die eigene didaktische Weiterqualifizierung und die ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sinne eines laufenden Qualitätsverbesserungsprozesses Verantwortung zu tragen. Neu eingestellte Mitarbeiter, die an der Lehre mitwirken, nehmen an den von der RWTH Aachen angebotenen Weiterbildungskursen zur akademischen Lehre teil. Erfahrene Kollegen beraten und begleiten neue Mitarbeiter im Hinblick auf didaktische Fragen bei den ersten von ihnen betreuten Veranstaltungen.
  • studentische Anregungen, welche die Qualität der Lehre betreffen, ernst zu nehmen und diese gegebenenfalls bei der Neukonzeption von Lehrveranstaltungen zu berücksichtigen.

Studierende

Die Studierenden stehen im Zentrum der Lehre an der RWTH School of Business and Economics: Sie werden nicht als passive Dienstleistungsempfänger gesehen, sondern als Partner bei der Weiterentwicklung der RWTH School of Business and Economics. Im Vordergrund steht dabei, bestmögliche Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches und zügiges Studium zu schaffen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden

  • Studieninteressierten qualifizierte Self-Assessments online zur Verfügung gestellt. Fachstudienberater stehen den Studieninteressierten zusätzlich für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung.
  • die Studierenden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service Centers und durch das Mentorenprogramm der RWTH School of Business and Economics in Fragen zu Studienplanung und -organisation beraten. Durch persönliche Beratungsgespräche und regelmäßige Informationsveranstaltungen werden die Studentinnen und Studenten beispielsweise über die Möglichkeiten zum Auslandsstudium, die Prüfungsorganisation und betriebliche Praktika informiert.
  • die Studierenden ermutigt, sich bei ungelösten Problemen mit Lehrenden direkt oder über die Fachschaft an den Studiendekan zu wenden. Gemeinsam werden dann konstruktive Lösungen für solche Probleme erarbeitet.

Die Studierenden bringen die Bereitschaft zum neugierigen, forschenden Lernen mit sowie ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Dieses zeigt sich beispielsweise bei der selbstständigen Informationsbeschaffung über die Abläufe und Modalitäten von Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Sprechstunden. Sie arbeiten aktiv in den Lehrveranstaltungen mit und tragen durch ihr Verhalten zu einer konzentrierten Lernatmosphäre bei. Ferner bereiten sie die Lehrveranstaltungen sorgfältig und eigenständig vor und nach und halten akademische Standards in Semester- und Prüfungsaufgaben ein. Sie verzichten auf Plagiarismus und Täuschungsversuche bei Prüfungsleistungen.

Lehr- und Lernkonzepte

Die RWTH School of Business and Economics strebt danach, auf allen Ebenen ihrem eigenen Anspruch an höchste Qualitätsstandards in der Lehre nachzukommen und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf eine methodisch anspruchsvolle Verknüpfung von Theorie und Empirie. Sie fördert den Einsatz und die Verbreitung innovativer Lehrformen.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt sich die RWTH School of Business and Economics dafür ein, dass

  • die Lehrveranstaltungen interessant und abwechslungsreich gestaltet und angemessene Begleitunterlagen zur Verfügung gestellt werden.
  • die Lehrveranstaltungen nach Bedarf und didaktischem Zweck durch E-Learning-Maßnahmen wie betreute Foren, Online-Vorlesungen und E-Tests unterstützt werden.
  • die Lehrveranstaltungen durch den Einsatz verschiedener Medien bereichert und insbesondere Übungen, Tutorien und Seminare interaktiv gestaltet werden.
  • die Studierenden durch Seminare, Planspiele, Fallstudien und Projektmodule anwendungsnah und gleichzeitig akademisch anspruchsvoll auf ihre Studienziele vorbereitet werden.
  • das Lehrprogramm dem interdisziplinären Charakter der RWTH Aachen Rechnung trägt.

Struktur und Organisation

Zur Wahrung und fortlaufenden Verbesserung ihrer Qualitätsstandards verpflichtet sich die RWTH School of Business and Economics zu einem konsequenten Qualitätsmanagement. Die Studierenden werden in diesem Prozess durch eine fortlaufende Kommunikation zwischen Lehrenden und Vertretern der Studierendenschaft aktiv eingebunden. Die Lehrenden verpflichten sich, die Ergebnisse des Qualitätsmanagements als Ansporn für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu begreifen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden an der RWTH School of Business and Economics

  • die Studienangebote regelmäßig durch externe Evaluierungen und (Re-)Akkreditierungen bewertet.
  • alle Lehrveranstaltungen regelmäßig und entsprechend den Vorgaben der RWTH Aachen evaluiert und die Evaluationsergebnisse mit den Studierenden diskutiert.
  • die Studierenden ermächtigt, über die Verausgabung der durch die Hochschulleitung bereitgestellten Qualitätsverbesserungsmittel maßgeblich zu entscheiden.
  • regelmäßige Gespräche zwischen Dekanat und Studierenden zur Studiensituation geführt.